Das Raumgewicht, auch Dichte des Schaumstoffes genannt, wird als das wichtigste Merkmal zur Unterscheidung der Schaumstoffe angesehen. Viele Eigenschaften von Schaumstoffen hängen vom jeweiligen Raumgewicht ab. Ein höheres Raumgewicht verbessert zum Beispiel die Ermüdungseigenschaften des Schaumstoffes und führt zu einer längeren Lebensdauer.
Es wird in kg/m³ ausgedrückt und gibt das Gewicht eines Schaumstoffblocks mit einer Kantenlänge von 1 m an. Unser Produktprogramm umfasst Schaumstoffe im Raumgewichtsbereich von 20 bis 85 kg/m³.
Die Stauchhärte ist ein weiteres wichtiges Beurteilungsmerkmal für Schaumstoffe: Bei Matratzen soll der Schaumstoff den Körper optimal unterstützen. Zu weiches Material gewährt dem Körper kaum Halt. Zu hartes Material bietet nur wenig Liegekomfort. Je nach Einsatzgebiet ist daher auch die entsprechende Stauchhärte zu wählen.
Ermittelt wird die Stauchhärte durch Eindrücken eines Schaumstoffmusters auf 25%, 40% und 65% seiner ursprünglichen Höhe. Die dafür notwendige Kraft wird gemessen und in kPa angegeben. Unser Produktprogramm umfasst Schaumstoffe im Härtebereich von 1,0 bis 7,0 kPa.
Die Federkraft eines Schaumstoffes, auch Rückprallelastizität genannt, trägt ebenfalls entscheidend zur Qualität des Liegekomforts bei.
Um sie zu bestimmen, lässt man eine Stahlkugel auf den Schaumstoff fallen und misst die Rückprallhöhe. Ein Wert von 40 % zum Beispiel sagt aus, dass die Stahlkugel auf 40 % der Fallhöhe zurückspringt. Unsere Polyätherschäume erreichen im Mittel eine Federkraft zwischen 40% und 50%, unsere Polyäther-Kaltschäume hingegen zwischen 50 % und 60 %.
Der Komfortindex beschreibt, wie gut ein Schaumstoff das Gewicht einer Person tragen und sich den Bewegungen des Körpers anpassen kann. Für einen hohen Liegekomfort muss das Gewicht des Liegenden möglichst gleichmäßig aufgefangen und verteilt werden, um Druckstellen zu vermeiden.
Zur Bestimmung des Komfortindexes wird der Schaumstoff auf 65 % und 25 % seiner ursprünglichen Höhe zusammengedrückt. Das Verhältnis zwischen den beiden dafür erforderlichen Eindruckkräften ergibt den Komfortindex. Je höher er ist, umso besser ist die Körperunterstützung. Der Komfortindex beträgt bei unseren Polyätherschäumen ca. 2 und unseren Polyäther-Kaltschäumen ca. 3.
Aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung weisen viskoelastische Polyurethanschäume und Polyäther-Kaltschäume im Vergleich zu Polyätherschäumen bessere flammhemmende Eigenschaften auf.
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