Hinrich Wulff, Senior-Chef unserer Firma, macht sich seit Jahren Gedanken über den Klimawandel und zieht entsprechende Konsequenzen für unsere Firma. Ein entsprechender Artikel erschien auch in "Bauen und Wohnen" der Dithmarschen Landeszeitung (DLZ) Ende September 2009.
Der schnell fortschreitende Klimawandel und die Verknappung der fossilen Energieträger erzwingen eine rasche Energiewende.
Die Runderneuerung der Energieversorgung hin zu einer nachhaltigen Energiewirtschaft ist überfällig. Wir brauchen politisch unbedingt eine CO² Steuer, um die Wirtschaft zum Handeln und Entwickeln neuer Technologien zu zwingen!
Energie ist nicht einfach Teil unserer Wirtschaft. Energie ist unsere Wirtschaft. Daher hat nachhaltiges Wirtschaften und als Teil dessen ökologisch orientiertes Handeln die oberste Priorität in unserer Firmenphilosophie!
Alle Matratzen, die wir herstellen, müssen, vom Nähgarn bis zum Schaumstoff, einer hohen ökologischen Prüfung nach Öko-Tex Standard 100, Produktklasse 1 (geeignet für direkten Babykontakt) standhalten, da bereits jeder 4. in der Bevölkerung eine Allergie hat.
Zusätzlich haben wir als Unternehmensziel festgeschrieben, unsere Produkte CO²-neutral herzustellen.
Der erste Schritt hierzu war die Installation einer Kraftwärmekopplungsanlage, die gleichzeitig Strom und Heizungswärme produziert.
Als 2. Schritt wurde auf dem Firmendach eine 110 kv-Photovoltaik-Anlage installiert. Durch ein neues Stromeinspeisegesetz ist es jetzt auch möglich, diesen Strom für den Eigenbedarf zu nutzen. Des weiteren ist der Bau einer sogenannten privilegierten Windmühle (Bauvoranfrage über den Kreis Dithmarschen bereits positiv entschieden) zusammen mit einem auf Silizium-Ionenbasis basierten 400 kwh Stromspeicher geplant. Nach Abschluß dieser Maßnahmen wird es möglich sein, unsere gesamte Energieversorgung (Strom und Heizung) zu mehr als 90 % allein aus Sonne und Wind sicherzustellen.
Weiterhin wurde im gesamten Bürogebäude die Fußboden-Heizung über 2 neu installierte Luftwärmepumpen, die gleichzeitig für den Sommer Kühlfunktion ausüben, geregelt. Die Gastherme, die zur Abdeckung der Spitzenlast eingebaut wurde, ist jetzt gänzlich außer Betrieb genommen.
Die Näherei ist mit einer Be-und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet, um störende Gerüche, die beim Abwickeln der Bezugsstoffe entstehen, zu beseitigen. Damit entfällt die heizkostenträchtige Fensterlüftung.
Zusammen mit der PV-Anlage werden wir nicht nur Energie-Selbstversorger unter Null-Ausstoß an CO² (sowohl Energie für unsere Herstellung als auch Heizung!), sondern produzieren erhebliche Stromüberschüsse, die wir dann in einigen Jahren bei entsprechender Entwicklung von Elektromobilen unseren Mitarbeitern zur Verfügung stellen wollen.
Unsere Mitarbeiter kommen morgens mit einem Elektromobil zur Firma, „laden“ sich auf, fahren abends „geladen“ nach Hause, um sich dort zu 80% für den eigenen Haushaltsstrom zu entladen, um dann am nächsten Morgen mit einer Reststrommenge wieder in die Firma zu fahren. Im Ergebnis wäre dies ein Modell dafür, dass die Energieproduktion dem Bedarf angepasst wird, die Effizienz gefördert und die Notwendigkeit weiterer Kraftwerke reduziert wird.
Eine Dezentralisierung bzw. Deregulierung der Stromproduktion vermindert die Stromdurchleitungskosten und wirkt der Strommonopolisierung entgegen! Jeder zusätzlicher Windgenerator und jedes zusätzliche PV-Dach mindert die Monopolbestrebungen der Energiekonzerne. Die Kehrseite der Medaille sind für einen gewerblichen Mittelständler hohe Anfangsinvestitionen.
Jedoch:
Wer heute die Weichen für eine regenerative Energiegewinnung stellt, wird angesichts der immer knapper und teurer werdenden fossilen Energieressourcen morgen der Gewinner sein und leistet gleichzeitig seinen gesellschaftlichen Beitrag für eine deutliche CO² Reduzierung!
Wir können als Unternehmen nur dann langfristig erfolgreich sein, wenn unser ökonomisches Handeln im Einklang steht mit den sozialen Interessen der Mitarbeiter und den ökologischen Erfordernissen unserer Zeit!
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