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Entwicklung neuer Lagerungshilfen
mit der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Ludwigshafen
Die Anforderungen an die Lagerung von Patienten sind, nicht nur mit der Zunahme adipöser Patienten, stark gestiegen. Der Expertenstandard zur Dekubitusprophylaxe wird inzwischen in nahezu allen Krankenhäusern umgesetzt. Regelmäßig zeigen sich die Konsequenzen der aktuellen Vorgehensweisen und Ansatzpunkte für neue Entwicklungen deutlich. Auch für unsere Produkte.
Das Problem
Die in vielen Einrichtungen eingesetzten Hilfsmittel zur Lagerung von Extremitäten entsprechen nicht mehr den hohen Anforderungen an die Dekubitusprophylaxe:
Häufig werden Einmalkissen zur Positionsunterstützung verwendet. Sie sind jedoch zu voluminös oder zu dünn, lassen sich nicht in Form bringen bzw. halten. So liegen zum Beispiel Fersen, die vorbeugend frei gelagert wurden, schon kurze Zeit nach der Lagerung wieder auf.
Das Projekt
2008 arbeiteten wir gemeinsam mit der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Ludwigshafen an der Entwicklung neuer Lagerungshilfen.
Das Projekt wurde unter fachkompetenter Beratung von Frau Claudia Stork, Lehrerin für Pflegeberufe und Kinästhetiktrainierin, durchgeführt. Ziele waren
- die Entwicklung und Einführung neuer Lagerungshilfsmittel mit viskoelastischem Schaumstoff
- die Erarbeitung einheitlicher Lagerungsstrategien auf den Stationen
- die Erstellung von Leitlinien zur Positionsunterstützung
und damit
- die weitere Reduzierung der Dekubitusrate an den Extremitäten
- die Verringerung der Kosten von Einmal-Kopfkissen, die oft zusätzlich zur Lagerung eingesetzt wurden.
Die Beteiligten
Neben Frau Stork beteiligten sich am Projekt
- Mitarbeiter verschiedener Stationen (Pflegekräfte, Ergo- und Physiotherapeuten)
- Mitarbeiter der Bettenzentrale (Aufbereitung der Produkte und Materialtests)
- Patienten mit verschiedenen Krankheits- bzw. Verletzungsbildern
Die Ergebnisse
Insgesamt wurden von den Projektteilnehmern fünf neue Hilfsmittel für die Lagerung und Positionsunterstützung von Extremitäten und eine Leitlinie mit Standard als Grundlage der einheitlichen Anwendung nach kinästhetischen Prinzipien entwickelt.
Die Reaktion der Beteiligten fasst Frau Stork in Ausgabe 1/2007 von rezeptfrei, der Mitarbeiterzeitung der BG Unfallklinik Ludwigshafen, zusammen:
"Viele der Patienten wollten die Testprodukte aufgrund der Druck reduzierenden Eigenschaften, die auch zu einer Schmerzreduzierung beitragen können, bis zu ihrer Entlassung nicht mehr abgeben."
"Die bisherigen Rückmeldungen zu den neuen Hilfsmitteln von unseren Patienten, Pflegekräften, aber auch von Seiten der Ergotherapie und Physiotherapie sind durchweg positiv."